29 März 1943
In Katyn beginnen Exhumierungsarbeiten unter der Leitung vom Professor aus Breslau Gerhard Buhtz
13 April 1943
der deutsche Rundfunk informiert über die im Wald gefundenen Massengräber von 10 000 polnischen Offizieren, die durch die sowjetischen Behörden erschossen wurden.
15 April 1943
die Agentur TASS stellt den Standpunkt der sowjetischen Behörden dar, die die deutschen Anklagen bestreiten.
15 April 1943
Die polnische Exilregierung richtet an das Internationale Rote Kreuz eine Bitte, eine unabhängige Expertenkommission nach Katyn zu schicken.
20 April 1943
Die polnische Regierung in London richtet an die Sowjetunion eine Bitte, eine sowjetische Expertenkommission nach Katyn zu schicken.
21 April 1943
Die sowjetische Tageszeitung „Wahrheit“ klagt im Artikel „Polnische Mitarbeiter von Hitler“ die polnische Regierung in London wegen der Zusammenarbeit mit den nazistischen Behörden bei der Berufung durch das Internationale Rote Kreuz der Expertenkommission zur Klärung der Katyn-Frage an.
8 Mai 1943
Die Sowjetunion bewilligt die Bildung der polnischen von der Regierung in London unabhängigen Militäreinheiten unter der Leitung des Bundes Polnischen Patrioten.
30 Mai 1943
Die von der deutschen Seite organisierte internationale Expertenkommission bestimmt das Todesdatum der in Katyn erschossenen Offiziere - Frühjahr 1940.
5 Oktober 1943 - 10 Januar 1944
das Innenministerium der UdSSR und das Komitee der Staatssicherheit unternehmen die Arbeiten in Katyn, bereiten das Gebiet sowie “Beweise” vor, die die deutsche Seite des Massakers in Katyn beschuldigen.
24 Januar 1944
die sowjetische Sonderkommission unter der Leitung von Nikolaj Burdenko teilt öffentlich mit, dass die Polen in Katyn von den Deutschen erschossen wurden. Als das Todesdatum wird der Herbst 1941 angegeben.