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Aus der Erklärung der Regierung der Republik Polen im Exil

Es gibt kaum einen Polen, der nicht bis ins Innerste von der durch vertriebene deutsche Propaganda bekannt gegebene Nachricht über die Entdeckung eines Massengrabes massakrierter Leichen polnischer vermisster Offiziere in UdSSR in der Nähe von Smolensk und über ihre Qual als Opfer des Massakers, erschüttert wäre. Die Polnische Regierung empfahl am 15. April dem Regierungsvertreter in der Schweiz an das Internationale Rote Kreuz die Bitte zu richten eine Delegation zu entsenden, die den wesentlichen Stand der Dinge vor Ort prüfen soll. [...]

Die Polnische Regierung im Namen des polnischen Volkes verweigert den Deutschen das Recht, Nutzen aus dem Verbrechen - Selbstverteidigungsargumente, das sie anderen vorwerfen, für sich zu ziehen. Die Empörung deutscher Propagandisten voll von Heuchelei wird die schaurigen, sich wiederholenden, andauernden Verbrechen am polnischen Volke vor der Öffentlichkeit nicht verbergen. [...] Die Polnische Regierung brandmarkt alle Verbrechen, die am polnischen Buerger verübt waren und verweigert das Recht auf Ausbeutung dieser Opfer in politischen Spielen bei allen, die dieser Verbrechen gegen Polen und gegen das polnische Volk schuldig sind. [...]

London, den 17. April 1943

Politische Beziehungen zwischen der Republik Polen und der Sowjetrepublik 1918-1943. Auswahl der Dokumente, bearb. Von Jerzy Kumaniecki, Warschau 1991